Startseite Steinbeis-BI Benchmarking Data Envelope Analyse (DEA)
Data Envelope Analyse (DEA) PDF Drucken E-Mail

 

Die Data Envelope Analyse - DEA gehört zu den multivariaten statistischen Benchmark Methoden.

Die DEA ist eine Technik zur Effizienz-Analyse aus dem Bereich des Operations Research, die in den Wirtschaftswissenschaften weite Verbreitung gefunden hat. Wir wenden die DEA zur Effizienzmessung in Unternehmen und von Organisation- und Entscheidungseinheiten an.

Für ein Benchmarking mit der DEA definieren wir für die zu vergleichenden Organisationseinheiten zunächst einheiltiche Input-Output-Relationen in den relevanten strategischen und/oder operativen Leistungsprozessen. Mit Hilfe der DEA wird dann die relative Effizienz der Entscheidungseinheiten gemessen. Die besten Einheiten bilden die Effizienzgrenze (efficiency frontier), die meist als Umhüllungskurve einen ertragsgesetzlich bedingten konvexen Verlauf zum Urspung hin aufweist.

Die DEA ermöglicht es uns mehrere Inputs und Outputs zu berücksichtigen. Unterschiedliche Faktoren (z.B. Quantitäten und Qualitäten) sind vorab zu normieren, damit sie vergleichbar werden.

Diese Faktoren sind oft nicht miteinander vergleichbar (z. B. der in Geld gemessene Umsatz und das Qualitätsniveau). Deshalb werden Inputs und Outputs ihrer Bedeutung gemäß gewichtet. Eine wesentliche Besonderheit der DEA ist, dass im Vergleich zu anderen Effizienz-Analysetechniken diese Gewichte innerhalb des Modells bestimmt werden.

Zur Analyse der faktorbezogenen Effizienz jeder Organisationseinheit wird mit dem Abstand zur Effizienzgrenze (Data Envelope), die die besten OE bilden, ein Effizienzwert berechnet. Dieser Effizienz- bzw. Ineffizienzwert misst ausgehend von den beobachteten In- und Outputs den Abstand zum effizienten Rand. Die Effizienzkurve wird aus der Gruppe derjenigen Organisationseinheiten gebildet, die am Benchmark teilnehmen. Aus dem Effizienzwert einer Orgainsationseinheit lassen sich für dessen Management unmittelbar Verbesserungspotenziale ableiten.

Als multivariate Benchmarkmethode wenden wir die DEA an, wenn wir auch Wirkungszusämmhänge zwischen relevanten Erfolgsfaktiren analysieren wollen.

Ergebnis einer DEA mit etwa 50 Unternehmen und Organisationseinheiten mit vergleichbarer Inputstruktur. Hier ein komprimierter Auszug mit den normierten Faktorgruppen "Infrastruktur-kosten" und "Personalkosten" bezogen auf den Output.

Deutlich erkennbar drei Cluster mit jeweils spezifischen Faktorkombinationen.
Die roten Pfeile zeigen ineffiziente Organisationseinheiten, die sich gut innerhalb des jeweiligen Clusters mit den effizienteren Einheiten vergleichen lassen (gelbe Pfeile).

 

DEA Ergebnis

Mit dem obigen Beispiel zeigen wir Ihnen ein typisches Ergebnis einer DEA für etwa 50 Organisationseinheiten mit den beiden Inputfaktoren "Infrastrukturkosten" und "Personalkosten" als komplexe Indikatoren normiert. Typisches Ergebnis ist eine deutlich erkennbare Clusterung der etwa 50 verglichenen Einheiten in ihrer jeweiligen Lage zur umhüllenden Kurve. Diese Kurve ist die Effizienzgrenze, die die effizientesten Organisationseinheiten bilden. Wir können damit sehr präzise Handlungsempfehlungen innerhalb der Cluster ausformulieren. Die DEA Methode ist deutlich anspruchvoller als einfache partielle Benchmarking Methoden, liefert aber wesentlich aussagekräftigere Ergebnisse

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 26. Juli 2011 um 17:30 Uhr